Bei der Junioren- und U23 Weltmeisterschaft in Ivrea (ITA) holte Lisa Leitner, nach Bronze im K1-Teambewerb der Herren, heute die zweite Medaille für den Österreichischen Kanuverband. Im K1-Finale der U23-Altersklasse musste sich die junge Kärntnerin mit einem Rückstand von +3,33 Sekunden nur der Französin Camille Prigent geschlagen geben. Dritte wurde die Britin Kimberly Woods (+5,60), die in dieser Disziplin bereits einen Weltcupsieg auf ihrem Konto hat. Nina Weratschnig, als zweite Österreicherin am Start, schied im Semifinale aus. 

Die bisherige Saison verlief für Lisa Leitner nicht nach Wunsch, aber mit ihren heutigen Leistungen stellte die junge Kärntnerin einmal mehr ihre Klasse und ihr großes Potential unter Beweis. Als Dritte im Semifinale zog sie in den Endlauf der besten Zehn ein und musste sich dort mit einem Rückstand von 3,33 Sekunden nur der Französin Camille Prigent geschlagen geben. „Ich freu mich wirklich total und der Lauf hat wieder mal richtig Spaß gemacht. Eine Torberührung konnte ich leider nicht vermeiden, aber den restlichen Lauf habe ich immer unter Kontrolle gehabt“, so die strahlende Zweitplatzierte.

Neben einem dritten Platz im Weltcup letzte Saison und Platz drei bei der U23 WM 2015 in Foz de Iguazu/BRA zählt die heutige Silbermedaille zu den größten Erfolgen der jungen Kärtnerin. „Für mich ist es auch etwas Besonderes, diese Medaille hier in Ivrea gewonnen zu haben. Ich habe von Herbst 2016 bis zum Sommer 2017 hier gelebt und viel auf dieser Strecke trainiert“, so Leitner.

Die Glaneggerin zeigte sich heute umso glücklicher, da sie mit ihren bisherigen Saisonleistungen selbst nicht zufrieden war: „Nach dem letzten Weltcup in Augsburg hatte ich ein kleines Tief und bin erst hierin Ivrea wieder ins Boot gestiegen. Ich hatte keine hohen Erwartungen, bin ohne Druck gefahren und vielleicht war genau das der Schlüssel zum Erfolg.“

Lob kam auch von Cheftrainer Helmut Oblinger: „Lisa ist heute richtig gut gefahren und ich freu mich riesig für sie. Bereits im Semifinale war sie stark unterwegs und im Finale hatte sie zwar einen Fehler, der ihr zwei Strafsekunden einbrachte, aber sonst war sie technisch sehr sauber unterwegs. Vielleicht war dieses Ergebnis genau das, was sie gebraucht hat, um auch im Weltcup wieder richtig durchstarten zu können“.

Heute, Samstag, um 14:48 Uhr startet Antonia Oschmautz noch im Semifinale der Juniorenklasse und morgen geht es für die Herren im K1 und Nadine Weratschnig im C1 in die Endläufe ihrer Bootsklassen.

Nähere Informationen und Resultate zur Junioren & U23 Weltmeisterschaft in Ivrea finden Sie unter www.canoeicf.com.   

Weiteres Programm im Überblick:
Samstag, 20.07.2018
14:48 Uhr K1W Junior Semifinale
16:37 Uhr K1W Junior Finale 

Sonntag, 21.07.2018
09:00 Uhr C1W U23 Semfinale
09:48 Uhr K1M U23 Semfinale
11:30 Uhr C1W Finale
11:52 Uhr K1M Finale

Bild: Leitner L. – (c) Rebekka Anton